V-ARC Treffen am 4.10. „Bring your Product Owner“

Liebe V-ARC Kollegen,

es ist soweit, der V-ARC meldet sich aus der Sommerpause zurück.

Do 4.10. 15:00,
EBCONT, Millenium Tower,
Handelskai 94-96 1200 Wien 34. Obergeschoss

Bitte um Anmeldung im XING hier
Diesmal unter dem Motto „Bring your Product Owner“.

Wir werden dabei brennende Fragen (Beispiele siehe unten) aus dem Bereich Agilität und Requirements mit echten Product Ownern diskutieren.

Wenn Du einen Product Owner mitbringen kannst bitten wird Dich um Rückmeldung an wolfgang.goebl@r-solution.at.

Auf Dein Kommen freut sich schon

Wolfgang Göbl

  • Wie wichtig ist schriftliche Analysedokumentation (zusätzlich zu User Stories)?
  • Wie ist es Dir mit dem Scoping gegangen (Stories die nicht umgesetzt werden)
  • Wie lief der Anforderungsprozess (wer hat wie dokumentiert, wie wurde erhoben)?
    Ist die Einbindung von Endbenutzern aus Deiner Sicht sinnvoll und hat sie stattgefunden?
  • Kommst du aus dem FB oder aus der IT?
  • Wie wurdest du auf die PO-Rolle vorbereitet bzw. als PO ausgebildet?
  • Welche konkrete Aufgaben nehmen welchen Anteil an deiner Tätigkeit ein.
  • Was macht dir an deiner Arbeit als PO am meisten Spaß? Highlights?
  • Was sind die größten Herausforderungen?
  • Wo „menschelt“ es?
  • Welche Erfahrungen/Lessons Learned könntest du anderen POs weitergeben
  • Wie bist du Product Owner geworden?
  • Wie hat dich das Team unterstützt?
  • Was hast du als große Hilfe wahrenommen?
  • Was ist das Schwierigste an deinem PO–Alltag?
  • Wie sieht dein Alltag aus (etwa: schreibst du Stories oder macht das das Team hautpsächlich, an wen berichtest du, machst du Projekt Controlling, …)
  • Wie unterstützt dich das Top–Management?
  • Was macht ihr als PO anders zu früher?
  • Wie würdest Du Deinen Wandel hin zu PO Rolle beschreiben? Was waren
  • Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Ausübung PO Rolle?

Einladung zum 6. V-ARC Treffen „Kanban&Requirements“

Liebe Kollegen,

rechtzeitig zum Frühlingsbeginn blüht auch der V-ARC wieder auf mit einem Treffen zum Thema

„Kanban & Requirements“

Als Referent haben wir diesmal mit Dr. Klaus Leopold einen international tätigen Kanban Coach und Trainer.

Ort: Raiffeisen Bausparkasse, Wiedner Hauptstraße 94, 1050 Wien
Datum: Do 19.4. 15:00-18:00
Agenda:

* „Was möchte ich von Kanban wissen“ – Teilnehmer schreiben Karten
* Impulsvortrag ca. 45 Minuten der auf diese Themen eingeht, z.B.:
– Wie wird in Kanban mit Requirements
umgegangen? Unterschiede zu Scrum?
* Beantwortung der Fragen im Diskurs

Ich freue mich darauf möglichst viele von Euch zu sehen und auf die immer spannenden Diskussionen.

Viele Grüße
Wolfgang Göbl

Bericht von der ReConf 2012

Hallo,

anbei mein Bericht vom ersten Tag der ReConf 2012.

Insgesamt sehr spannend, gerade das Spannungsfeld der althergebrachten RE mit Agilität zu spüren. Beides kein Allheilmittel ist mein Konsens – aber im Detail siehe unten.

Liebe Grüße
Wolfgang

ALLGEMEINES

Die guten Nachrichten: das Thema Requirements wird scheinbar immer interessanter, die ReConf ist heuer um weitere 100 Teilnehmer auf >500 gewachsen. Das Thema Agil wird immer wichtiger in der Requirements Community. Die schlechte Nachricht: von den 4 Keynotes war keiner zum Thema Agilität und Requirements, von  den restlichen Vorträgen gerade mal 21% zum Thema.

Mein Track „Requirements und Agilität“ war ganz gut besucht (ca. 70 Leute waren konstant bei den 5 Präsentationen, weniger positiv gesprochen: trotzdem war die Mehrheit >400 Leute in den anderen 4 Tracks :-).

KONSENS&DISSENS zu meinem Vortrag

Nach meinem Vortrag (–> Praxisbericht Use Cases in agilen Projekten bei Raiffeisen Solution) herrschte Übereinstimmung zu folgenden Punkten:

  • Das Begriffswirrwarr (Epics, User Stories, Use Cases, Story Maps, ….) das durch die Vermischung agiler und RE Praktiken entsteht macht das Thema unübersichtlich.
  •  Use Cases sind in der agilen Community ein „No-No“, hier scheint einiges an verbrannter Erde aus der Wasserfalltradition und den bis auf den letzten Beistrich ausdefinierten Uses Cases entstanden zu sein.
  • Es braucht ein den User Story übergeordnetes fachliches Strukturierungsmittel – in meinem Vortrag sind das die „Use Cases“, andere bezeichnen das als Epics etc. Als ich den Aufbau unserer Use Cases präsentiert habe kam von einigen Zuhörern ein „das machen wir fast genauso, nur bei uns heisst das XYZ“
  •  Modellierung (Use Cases, Objektmodelle, Masken, etc.) soll zunächst interaktiv auf Papier passieren und erst nachträglich ins Tool übertragen werden

Dissens entstand wie zu erwarten war mit Menschen die stärker aus der agilen Community kamen und sich noch wenig mit dem RE Thema beschäftigt haben und rein auf „USer Stories“ als Spezifikationen setzen.

Angesprochen wurde ich nach dem Vortrag von einigen langgedienten Analytikeren die nach wie vor aus voller Überzeugung auf Use Cases und klassische RE Methoden setzen, so wie „endlich jemand der das Use Case Thema auch in der Agilen Welt für „cool“ hält.

GUTE PRÄSENTATIONEN
(die Folien dazu werden in Kürze auf der ReConf Homepage verfügbar sein)
„Interaktive Modellierung im Team“ (Hood)
Der gute Vortrag zeigte anhand eines durchgespielten einfachen Beispiels zu welchem Zeitpunkt typischerweise welche Modelle (Use Case Diagramm, Mockups, Ablaufdiagramme). Spannend dabei: das war nahezu 1:1 wie das was ich als Raiffeisen Solution Ansatz präsentiert habe, teilweise unter anderen Namen.

 – „Drei Metapattern des Requirements Engineering“ (oose)
Folien: Meta-Patterns-Requirements-Engineering.weilkiens.oose
Der Autor des brillianten Vortrags stellt drei Pattern vor, wie sie sowohl im klassischen als auch agilen RE vorkommen. Eine der Aussagen: RE hat in sich etwas träges, die Verwaltung von Trivialitäten nach genau vorgegebenem Prozess steht oft im Vordergrund vor Innovation und Kreativität. Kernaussage: So gehts in RE nicht weiter, wenig Fortschritt“ – „Wir haben einen guten Methodenkoffer, er wird aber zu wenig „meisterlich“ eingesetzt. d.h. die richtige Methode zum richtigen Problem/Projektumfeld wird sehr selten ausgewählt.

Inhalt: – „Scrum ohne Murcs“ 
Folien: UPscaled Scrum ohne murcS
Ein ziemlich „augenöffnender“ und humoresker Vortrag, nicht wieder blind dem nächsten Hype hinterherzulaufen!

Scrum wird derzeit in vielen Firmen unreflektiert als Allheilmittel verwendet.
Die Aussage „Scrum führt zu besseren Produkten und das billiger“ ist laut Autor nirgendwo empirisch belegt, Scrum stellt das aber in den Raum.

Der Vortrag relativiert Scrum als Allheilmittel stark. z.B. sind eine Vielzahl bestehender Firmen kulturell „Controll“ orientiert und das macht in diesen Branchen oft auch Sinn (z.B. Brückenbau, Medizintechnik). Scrum kommt so daher dass sich die Unternehmenskultur halt an Scrum anpassen soll, was auch etwas naiv ist – in solchen Umfeldern macht oft KANBAN Sinn.
Ob Scrum in großen Projekten skaliert wird auch sehr hinterfragt

Ein weiteres Beispiel: Wenn ich von Wien nach Hamburg fahren will dann tue ich das nicht agil sondern plane genau im Vornherein und überprüfe nicht in Salzburg ob es nicht eine bessere Verbindung gibt. Agilität hat hier einfach keinen Sinn weil die „Domäne“ sicher und bekannt ist. Wenn nun die Bahn streiken würde (hohes Maß an Ungewissheit) dann macht
Agilität sinn. Der Vortrag gibt ca. 12 Kriterien wann eher Agilität und wann eher vorab geplantes Vorgehen sinn macht.

ZUSAMMENFASSUNG

  • Weiterhin ist ein starker Bruch zwischen der agilen und der RE Community spürbar. Die Agile Community geht sehr naiv mit RE um und es gab einen Vortrag eines agile Begeisterten, der User Stories als alleinige Anforderungsspezifikation sieht und dabei aber sehr dünn blieb – aus meiner Sicht eine klare Missverwendung des Konzepts
  • Auf der anderen Seite empfinden manche Analytiker mit langjähriger Erfahrung den sehr schwach reflektierten Hype zu Scrum als Bedrohung etablierter Techniken.
  • Mehrmals wurde spürbar dass es eine Sehnsucht danach gibt nach Jahrzehnten endlich das Thema RE so aufzusetzen dass es nachweislich zu besseren Ergebnissen führt. Am ehesten als sich Vertreter der Agilität und der Althergebrachten RE im selben Raum befanden

Fragestellungen für nächstes Treffen „Schätzen und Planen“ am 23.2.

Liebe Kollegen,

anbei die Fragestellungen die wir beim nächsten Treffen 23.2. behandeln wollen.

Falls Dich noch andere Fragen in diesem Kontext interessieren bitte hier als Kommentar posten.

Falls Du gerne zum Thema referieren möchtest bitte um email an wolfgang.goebl@r-solution.at

Requirements Management -> Schätzen und Planen im agilen Umfeld“

Fragestellungen die behandelt werden sollen:

  • Macht ihr bevor man mit dem ganzen Team in die Sprints losstartet eine Scoping Phase?
  • Wenn ja:
    – mit wievielen Personen?
    – Welche (Analytiker, Architekt)?
    – Mit welchem Aufwand?
    – Wie genau wird dann die Schätzung?
    – Was wird dabei erstellt (z.B. grobes Objektmodell, grobes Architekturbild?)
    – Welche Vorteile/Nachteile sind dadurch entstanden?
  • Wenn nein:
    – welche Vorteile/Nachteile sind dadurch in der Praxis entstanden?
  • Planning Poker: wieviel Voranalyse braucht es damit das Team gute Schätzungen beim Planning Poker machen kann?
  • Zusammenspiel Requirements Management -> Erstellung Product Backlog
  • Um ein Product Backlog (=Planungsinstrument) erstellen zu können braucht es Analyse. Wer macht das? (Scrum Master, Analytiker, Team)

Termin:
Do 23.2. 15:00-18:00
Thema: „Schätzen und Planen“
EBCONT enterprise technologies GmbH
Millennium Tower
Handelskai 94-96
1200 Wien

Einladung 24.1.: IIBA Austria Treffen zum Thema Agilität&Business Analyse

Liebe Kollegen,

am 24.1. findet um 18:30 bei ANECON ein Treffen der IIBA Austria (siehe http://austria.iiba.org/) zum Thema „Agilität&Business Analyse statt.

Wir sind eingeladen (Details siehe Anhang Einladung_20120124) daran teilzunehmen und Input für die neue Version des BABOK Guides der IIBA International zu liefen.

Es würde mich freuen möglichst viele von Euch dort zu treffen!

Liebe Grüße
Wolfgang Göbl